am ostersonntag brachte das ZDF-magazin „sonntags
einen kurzen beitrag über BRUDER SCHWESTER
bzw. über meine tante / schwester ingrid & mich

zum gucken des beitrags in der ZDF-mediathek erst HIER
dann auf „die filmemacherin und die nonne“ klicken!

mehr infos zum zdf-beitrag HIER

HIMMLISCHE UND IRDISCHE LIEBEN < neu auf 3sat online fragen: udo bremer / filmredaktion 3sat antworten: maria mohr der text als pdf HIER

„… Religiosität ist Thema auch in Maria Mohrs BRUDER SCHWESTER, ebenfalls als internationale Premiere präsentiert. Die Filmemacherin geht dem Schicksal ihrer Tante nach, die sich jung bereits für ein Leben als Nonne entschied und sich bald die Heiligsprechung des spanischen Mystikers und Trappistenmönch Raphael zur Lebensaufgabe macht, für die sie in Büchern und Vorträgen wirbt – schließlich mit Erfolg gekrönt. Religiöse und erotische Muster sind stets verknüpft, wie bereits die Metapher der »Braut Gottes« anklingen läßt. Auch Mohr beschränkt sich auf eine nicht intervenierende Darstellung, stellt keine provozierenden Fragen, sucht nicht zu dechiffrieren, wo Menschen Lebensentscheidungen getroffen haben. Lediglich in ihren Off-Kommentaren nimmt sie sich die Freiheit zur Reflexion und Erinnerung, etwa an ihren früh verschiedenen, für die Genese des Films jedoch entscheidenden Bruder. Auch hier zirkulieren unausgesprochene Verknüpfungen, die das erotisch-semantische Netz noch um eine weitere Dimension bereichern. …“

zum gesamten artikel „Der deutsche Dokumentarfilm im Auftrieb“ von Dieter Wieczorek (www.schnitt.de)

wer noch nicht die gelegenheit hatte
BRUDER SCHWESTER im kino oder auf einem festival zu sehen
hat dazu nun eine chance im fernsehen:

22. april (karfreitag)
17h30
3sat

mehr infos auf der 3sat-seite

Schwester Ingrid Mohr mit Rafaels Schriften

BRUDER SCHWESTER
D 2010, 90min
film von maria mohr
koproduktion von hanfgarn & ufer, maria mohr film und zdf/3sat

BRUDER SCHWESTER auf dem festival VISIONS DU RÉEL in nyon
im rahmen der DOC ALLIANCE SELECTION 2011

screening am 13. april 2011 – 14:30 h (usine à gaz)
tickets HIER

„Dieser Film ist sicherlich einer der ungewöhnlichsten deutschsprachigen Dokumentarfilme der letzten Jahre überhaupt. In ihrer Engführung der Lebenswege zweier Bruder-Schwester-Paare – eines realen und eines spirituellen – stellt Regisseurin Maria Mohr höchst interessante Kreuz- und Quer-Verbindungen zwischen ihren vier Protagonisten her, die einen auch lange nach Filmende nicht loslassen. Die Berliner Filmemacherin hat in ihrem Langfilmdebüt Filmbilder, Fotografien, Super-8-Aufnahmen, Stimmen, Klänge und Musik zu einer faszinierend vielschichtigen und intellektuell stimulierenden Collage über den Zusammenhang von Dies- und Jenseitigem verwoben. (…)“

hier geht es zum vollständigen artikel von andreas resch: fluter.de
und zum zugehörigen pdf: HIER

„Eigentlich wollte Maria Mohr nur ihrer als Nonne lebenden Tante Ingrid und deren glühende Leidenschaft für den längst verstorbenen spanischen Mönch Rafael Arnáiz Mohr filmisch auf die Spur kommen. Bald erweiterte sich die Auseinandersetzung, Mohrs eigenes Verhältnis zu ihrem jung an einer unheilbaren Krankheit verstorbenen Bruder kam ins Spiel. Der fertige Film ist nun wie ein Dialog über unterschiedliche Vorstellungen von Liebe und Geschwisterlichkeit – was schwergewichtig klingt, ist durch den humorvollen Ton überraschend leichtfüßig.
Ihre persönliche Forschung öffnet die Regisseurin durch sparsame Fragen und Kommentare aus dem Off für den Zuschauer, der angeregt wird zur eigenen Reflektion über die Frage, was es bedeutet, ein erfülltes Leben zu haben. Die Kamera folgt Ingrid hinter Klostermauern, die sonst keinen filmischen Zugang dulden, und nimmt mit auf eine erhellende und oft überraschend amüsante Reise durch Traditionen und Widersprüche des gelebten Katholizismus, vom mittelalterlichen Reliquienkult bis zu modernen Marketingerwägungen. So unterschiedlich sind die Welten nicht: Auf der Reise nach Rom zu Rafaels Heiligsprechung ähneln die mitreisenden Mönche und Nonnen bis ins Detail (Fanschals!) einem Fussballfanclub.“

rezension von susanne stern / quelle: ZITTY 7/2011

„Ich schob die Kamera zwischen meinen Bruder und sein Sterben“, sagt die Regisseurin Maria Mohr am Anfang zu den seltsam grünstichigen, unwirklich-schönen Bildern von ihrem Bruder Matthias. …“

zum artikel von fokke joel auf ZEIT.DE (22.03.2011)
zum PDF

BRUDER SCHWESTER – eine filmrezension von bernd sobolla
im deutschlandradio kultur / sendung religionen
sa 19.3., 16:05 – 17:00

hier der radiomitschnitt (aufgenommen mit dem dradio recorder)

das manuskript des beitrags online / download pdf

„Essayistischer Dokumentarfilm auf den Spuren einer deutschen Nonne, die sich der Erschließung des Lebens und Denkens des spanischen Trappistenmönchs Bruder Rafael (1911-1938) verschrieben hat, der 2009 heilig gesprochen wurde. Eine autobiografisch gefärbte, impressionistisch-poetische Erkundung über existenzielle Grundfragen, die nach strukturellen Analogien zwischen religiöser Praxis und zeitgenössischen Verhaltensweisen sucht und darüber auf das grundlegende Bedürfnis stößt, „Lebensabdrücke“ im Fluss der Zeit aufzubewahren.“ (kurzkritik im FILM-DIENST fd 6/2011)

hier die langkritik im FILM-DIENST fd 6/2011 von josef lederle
pdf zum download hier

PROGRAMMTIPPS / BLACK BOX / AKADEMIE DER KÜNSTE / PARISER PLATZ:

mo 11. april – 19h
sonderscreening von BRUDER SCHWESTER (2010)
in anwesenheit der filmemacherin
einführung und diskussionsleitung: jutta brückner

das screening ist auftakt der ausstellung Junge Akademie 2011
im rahmen des monats der stipendiaten *

vernissage: di 12. april – 19h
begrüßung: nele hertling
führung und künstlergespräche: nicola kuhn (der tagesspiegel)

ausstellung: 13.4. – 8.5.2011
fotografie, film, installation mit zeichnungen und malerei von
anton gonopolski, tanja kwapil, maria mohr und silvana santamaria
darunter mein kurzfilm COUSIN COUSINE (2005)
öffnungszeiten: di – so (auch ostersonntag) / 11– 20h / eintritt frei!
führungen mit irene tobben: mittwochs 18h & sonntags 15h

*
bin stipendiatin der jungen akademie
von april bis juni 2011 darf ich in der villa serpentara
in olevano romano (ca. 60km von rom) leben & arbeiten

in berlin läuft BRUDER SCHWESTER am 24.3. – 20h15 im BABYLON/mitte an
im rahmen der reihe NEUER DEUTSCHER FILM
und in anwesenheit der regisseurin

weitere kinos und termine finden sich auf der offiziellen filmseite
und werden dort regelmäßig ergänzt

der film BRUDER SCHWESTER ist auf seiner webseite angekommen:
www.bruder-schwester.de (DE)

the film BROTHER SISTER has arrived at its homepage:
www.bruder-schwester.de (EN)

gestaltung/design: glücksbazillus

artikel über bruder schwester in der ingelheimer az:
Geschichte der exotischen Nonne von beate schwenk

hier als offizielles pdf
und als faksimile (pdf) (von meinem vater beschriftet)

am 1. märz DLF hören
corso – kultur nach drei
zwischen 15:05 und 16:00 uhr
(oder nachhören hier: dlf_corso_podcast)

redaktion: andreas main
moderation: susanne luerweg
eingeladen: u.a. maria mohr und michaela meise

mehr dazu im blog von andreas main

KINO ARSENAL
9. MÄRZ 2011
20:00
moderation: BIRGIT KOHLER

aus dem märzprogramm:

BRUDER SCHWESTER (D 2010), das Langfilmdebüt von Maria Mohr, widmet sich dokumentarisch-experimentell zwei Bruder-Schwester-Paaren: es sind die Filmemacherin selbst und ihr jung verstorbener Bruder Matthias – ferner ihre Tante, die Nonne Schwester Ingrid, und der ebenfalls jung verstorbene spanische Mönch Bruder Rafael. Auf den Spuren dieses Mystikers folgt der Film der Ordensschwester auf ihren Reisen als gefragte Rafael-Expertin durch spanische Klöster und Landschaften bis zu dessen Heiligsprechung in Rom. Doch die Reise führt auch zu den Erinnerungen der Filmemacherin an ihren Bruder. Faktisches und Spirituelles, Familiäres und Philosophisches gleichermaßen einbeziehend, unternimmt Maria Mohr eine ungewöhnliche Annäherung an Definitionen und Formen von Glauben, Liebe und Freiheit. Ob gläubig oder nicht: Finden wir denn, was wir suchen?
In einer Preview zwei Wochen vor dem Kinostart zeigen wir BRUDER SCHWESTER in Anwesenheit von Maria Mohr.“

KINO ARSENAL, potsdamer str. 2, 10785 berlin, U/S potsdamer platz

am 22. oktober wurde BRUDER SCHWESTER beim DOK festival leipzig
in ausverkauftem cinestar7 uraufgeführt

1000 dank an alle, die live dabei waren!
1000 dank auch an alle abwesend anwesenden!

premierenbilder

ingrid und maria

heldin des films: schwester ingrid mohr p.i.j
mitte (von li.): maria mohr, udo bremer, ingrid mohr, gunter hanfgarn
fotos: michael mohr

— please scroll down for english version —

Maria Mohr wagt eine kühne Konstruktion. In einer dramaturgisch äußerst kunstvoll und manchmal auch gewagt zusammengefädelten Doppelhelix, verwebt sie die Schicksale zweier Geschwisterpaare, die gegensätzlicher nicht sein könnten. Es geht um Bruder-Schwester-Beziehungen im Himmel wie auf Erden, im irdischen wie im überirdischen Sinne, die sie zum Anlass nimmt, um über Freiheit, Glück und Erlösung zu reflektieren. Da ist zum einen ihr eigener Bruder, der starb, als er gerade 23 war, und auf der anderen Seite ihre Tante Ingrid, die Nonne wurde und ihr Leben Rafael, einem spanischen Mönch, der bis in die 1930er-Jahre lebte, verschrieben hat. Während Maria Mohr auf ihre Erinnerungen und ein paar Amateuraufnahmen zurückgreifen kann, hat Ingrid Rafael nie gekannt, aber eine Vision von ihm. In seinen Briefen, Zeichnungen und Gedichten glaubt sie einen Heiligen zu erkennen. Bruchstückhaft fügen sich die Biografien der beiden jungen Männer zusammen, die von Krankheit und der Nähe zum Tod geprägt sind, aber auch von radikaler Abwendung und Zuflucht in die innere Emigration. Der Bohemien, Architekt und Poet Rafael erwählte als den letzten Ort seines Daseins im Diesseits ein Trapistenkloster, wo das Schweigen die oberste Maxime ist. Der Bruder wollte nur ein paar Vogelfedern für seine letzte Reise. Mit ihrer feinsinnigen Gratwanderung zwischen experimenteller, dokumentarischer und poetischer Erzählweise gelingt es Maria Mohr, vor allem mit einer ungewöhnlichen Lesart von Religion, Reliquienverehrung und Auferstehung zu überraschen. (Conny Klauss)

english:
Maria Mohr is taking chances with the bold structure of her film, interlacing the fates of two pairs of siblings who couldn’t be more different in a highly sophisticated and sometimes quite daring dramaturgical double helix. Brother-sister relationships in heaven and on earth, in the mundane and the transcendental sense, are her starting point for reflections about freedom, happiness and redemption. There is her own brother, who died at the age of 23, and there is her aunt Ingrid, who became a nun and devoted her life to the Spanish monk Rafael, who died in the 1930s. While Maria Mohr has her memories and a few home movies, Ingrid never knew Rafael, only a vision of him. She believed that she recognised a saint in his letters, drawings and poems. The two young men’s fragmented biographies, both marked by sickness and closeness to death, but also by radical renunciation and inner emigration, gradually coalesce. The bohemian, architect and poet Rafael chose a Trappist monastery, where silence is the first rule, as the last place of his existence in this world, while her brother wanted only a few birds’ feathers for his last journey. In her subtle balancing act between experimental, documentary and poetic narrative styles, Maria Mohr manages to surprise above all by her unusual views on religion, the veneration of relics and resurrection. (Conny Klauss)

nicht vergessen: heute in 1 woche ist premiere!

postkarte BRUDER SCHWESTER

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